Für Anerkennung und gegen Altersarmut: In Duisburg und am Niederrhein erwarten Gebäudereiniger einen „Respekt- und Lohn-Schub“
„Wer ein Leben lang dafür sorgt, dass die anderen ein ‚sauberes Leben‘ haben, der darf am Ende nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein“, so Pfau. Eine Gebäudereinigerin mit Vollzeit-Job müsse beim heute in der Branche üblichen Lohn – rein rechnerisch – über 70 Jahre lang arbeiten, um auf die Höhe der Durchschnittsrente zu kommen, so die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein. „Reinigung und Rente – das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis. Krasse Lohnunterschiede sind allerdings ein Risiko für den Zusammenhalt in der Gesellschaft – und Niedriglöhne damit sozialer Sprengstoff“, warnt Karina Pfau.
Sie appelliert an die Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD aus Duisburg und am Niederrhein und der Region, bei der anstehenden Rentenreform gegenzusteuern: „Wer ein Berufsleben lang Flure wischt, Fenster putzt und Toiletten sauber hält, hat es verdient, im Alter von der Rente in Würde leben zu können“, fordert die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein.
Außerdem müsse es bei der kommenden Tarifrunde für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk ein „kräftiges Lohn-Plus“ geben. „Darauf sollten sich die 256 Gebäudereinigungsunternehmen in Duisburg und am Niederrhein schon einmal einstellen“, sagt Karina Pfau. Sie beruft sich bei den Zahlen zu den Beschäftigten und den Betrieben in der Gebäudereinigung auf Angaben der Arbeitsagentur.


