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Für Anerkennung und gegen Altersarmut: In Duisburg und am Niederrhein erwarten Gebäudereiniger einen „Respekt- und Lohn-Schub“

Bodenwischen
Sie sorgen dafür, dass die anderen ein „sauberes Leben“ haben: Reinigungskräfte haben einen „Respekt- und Lohn-Schub“ verdient, fordert die IG BAU Duisburg-Niederrhein zum „Tag der Gebäudereinigung“. / © IG BAU | Tobias Seifert
12.06.2026
Prsssemitteilung 2026

Montag (15. Juni): „Tag der Gebäudereinigung“ – 8450 Reinigungskräfte in Duisburg und am Niederrhein

IG BAU: „Reinigungskraft müsste über 70 Jahre arbeiten, um auf Durchschnittsrente zu kommen“

Sie sorgen für saubere Büros, Schulen und Altenheime: Rund 8450 Gebäudereiniger arbeiten in Duisburg und am Niederrhein. „Doch bei ihnen ist längst nicht alles im Reinen: Oft fehlt es am Respekt für ihre Arbeit. Und immer hapert es am Geld: Wer schrubbt, saugt und den Müll der anderen wegräumt, hält zwar alles am Laufen, verdient aber meistens nur einen Niedriglohn. Spätestens mit der Rente droht dann Armut im Alter“, sagt Karina Pfau von der IG BAU Duisburg-Niederrhein. Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am kommenden Montag  fordert die IG BAU deshalb einen „Respekt- und Lohn-Schub“ für die Arbeit im Reinigungsgewerbe. Es gehe um mehr Anerkennung und um ein gutes Auskommen – gegen Altersarmut, so Pfau.

„Wer ein Leben lang dafür sorgt, dass die anderen ein ‚sauberes Leben‘ haben, der darf am Ende nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein“, so Pfau. Eine Gebäudereinigerin mit Vollzeit-Job müsse beim heute in der Branche üblichen Lohn – rein rechnerisch – über 70 Jahre lang arbeiten, um auf die Höhe der Durchschnittsrente zu kommen, so die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein. „Reinigung und Rente – das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis. Krasse Lohnunterschiede sind allerdings ein Risiko für den Zusammenhalt in der Gesellschaft – und Niedriglöhne damit sozialer Sprengstoff“, warnt Karina Pfau.

Sie appelliert an die Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD aus Duisburg und am Niederrhein und der Region, bei der anstehenden Rentenreform gegenzusteuern: „Wer ein Berufsleben lang Flure wischt, Fenster putzt und Toiletten sauber hält, hat es verdient, im Alter von der Rente in Würde leben zu können“, fordert die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein.

Außerdem müsse es bei der kommenden Tarifrunde für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk ein „kräftiges Lohn-Plus“ geben. „Darauf sollten sich die 256 Gebäudereinigungsunternehmen in Duisburg und am Niederrhein schon einmal einstellen“, sagt Karina Pfau. Sie beruft sich bei den Zahlen zu den Beschäftigten und den Betrieben in der Gebäudereinigung auf Angaben der Arbeitsagentur.